Zwanzig Ratschläge für Eltern im Internet

Eltern im Internet

Die meisten Kinder kommen heutzutage sehr früh mit den digitalen Medien in Berührung. Computer, Handy, Tablet und Laptop sind einfach aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jüngere Kinder schauen sich dabei viel von ihren Eltern ab. Die Erwachsenen haben also immer eine Vorbild-Funktion. Eltern haben die Möglichkeit, das Surfen, Chatten und Mailen ihrer Kinder im Internet noch sicherer zu gestalten.

1. Begleitung im Internet

Jüngere Kinder sollten bei ihrem ersten Kontakt mit den digitalen Medien nicht allein gelassen werden. Auch das Interesse für die Netzaktivitäten der Kinder sollten Eltern beachten. Erwachsene müssen ihren Kindern immer als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung stehen.

2. Unterstützung anbieten

Die Eltern müssen ihren Kindern Unterstützung in der Medienwelt geben. Dazu gehört auch, mit den Kindern gemeinsam je nach Interesse ein überschaubares Angebot an Lern- und Spielewebseiten oder Apps auszuwählen.

3. Eigenes Benutzerkonto einrichten

Die Eltern können die Startseite nach den Interessen ihrer Kinder einrichten. Dazu gehört:

  • ein eigenes Benutzerkonto für die Kinder mit eingeschränkten Zugriffsrechten
  • ein Browser, der kindgerecht eingestellt wird
  • Suchmaschine für Kinder oder Lieblingsseite als Startseite auswählen.

4. Suchmaschine ersetzen

Die Eltern haben die Möglichkeit, die voreingestellte Suchmaschine im Browser durch eine kindgerechte Suchmaschine zu ersetzen. Kinder-Suchmaschinen bieten spezielle Themen an, die unproblematisch sind. Die Kinder können mit diesen speziellen Kinder-Suchmaschinen das Suchen und Recherchieren ohne Schwierigkeiten erlernen.

5. Favoriten-Liste erstellen

Damit Eingabefehler der Kinder nicht zu ungewollten Ergebnissen führen kann, sollten die Eltern ausgewählte Webseiten für die Kinder direkt im Browser zu der Lesezeichen-Liste hinzufügen. Es können auch eigene Favoriten-Listen erstellt werden. Bei jüngeren Kindern müssen die Eltern darauf achten, die Anzahl der Webseiten zu begrenzen.

6. Datenschutz beachten

Datenschutz beachten

Eltern müssen ihre Kinder über den Datenschutz aufklären. Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, nicht alles von sich preiszugeben. Die Eltern können ihren Kindern sagen, dass sie ja auch keinem Fremden auf der Straße ihren Namen, ihre Adresse oder Telefonnummer verraten.

7. Werbefreie Seiten auswählen

Kommerzielle Angebote gibt es leider meistens auch auf den kindgerechten Webseiten. Am besten wählen Eltern und Kinder zusammen werbefreie Seiten aus. Ist dies nicht machbar, können die Eltern Seiten auswählen, auf denen Reklame ganz eindeutig gekennzeichnet ist.

8. Sicheres Gestalten im Chat

Die Erwachsenen sollten bei der Auswahl an Chats folgende Punkte beachten:

  • moderierte Chats auswählen
  • Chat-Aufsicht verhindert Beleidigungen und Belästigungen
  • auf gleichaltrige Gesprächspartner mit ähnlichen Interessen achten.

9. Regeln vereinbaren

Damit der richtige Umgang mit den sozialen Netzwerken von Kindern erlernt werden kann, müssen die Eltern Regeln aufstellen. Es empfiehlt sich beispielsweise, einen bestimmten Zeitumfang am Computer festzulegen.

10. Chats und Spiele zusammen auswählen

Viele Kinder kennen leider schon Belästigungen im Internet. Zumindest kennen sie unangenehme Kontakte in Chats. Eltern sollten immer wieder das Gespräch mit ihren Heranwachsenden suchen. Sicherer ist es, gemeinsam moderierte Chats auszusuchen.

11. Quelle überprüfen

Erwachsene müssen ihren Kindern klarmachen, dass sie nicht alles glauben können, was im Internet steht. Für Recherchen im Internet lohnt es sich, die Quelle und somit die Glaubwürdigkeit des Anbieters über das Impressum zu überprüfen.

12. Urheberrechte beachten

Musik, Filme, Fotos und Texte im Internet dürfen nur mit Erlaubnis der Inhaber verwendet werden. Ebenso ist es umgekehrt. Jeder hat ein Recht auf das eigene Bild. Das muss den Kindern klargemacht werden.

13. Internetsucht

Es bedarf unbedingt zeitlicher Vereinbarungen durch die Eltern für die Nutzung von Handy oder PC ihrer Kinder. Außerdem müssen den Kindern Alternativen aufgezeigt werden, wie zum Beispiel:

  • Freunde
  • Hobbys
  • Schule.

14. Rechtliche Informationen

Meistens kennen sich die Kinder im Internet besser aus als die Eltern. Die Erwachsenen müssen ihren Kindern aber auch die rechtlichen Aspekte und Gefahren im Internet verdeutlichen.

15. Pop-Ups vermeiden

Eltern und Kinder können gemeinsam Spamfilter für das Postfach aktivieren. Außerdem können sie Ad-Blocker installieren.

16. Faire Kommunikation

Im Internet kommt es immer mehr zu Mobbingfällen. Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass eine offene, respektvolle und faire Kommunikation auch im Internet gewährleistet werden muss.

17. Grenzen und Regeln

Von Anfang an müssen Eltern ihren Kindern Grenzen setzen und Regeln aufstellen. Beispielsweise muss Jugendlichen klar sein, dass sie keine persönlichen Daten weitergeben dürfen und ohne Erlaubnis nie allein eine Internet-Bekanntschaft treffen sollen.

18. Internet-Beschwerdestellen nutzen

Ist der Mobbing-Fall eingetreten, müssen Eltern ihren Kindern zur Seite stehen und ihnen als Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen. Es gibt Internet-Beschwerdestellen, denen die Beleidigungen gemeldet werden können. Hilft dies nicht mehr oder handelt es sich schon um Belästigungen, muss die Polizei eingeschaltet werden.

19. Reden

Natürlich sollten die Erwachsenen alle technischen Möglichkeiten für ein sicheres Surfen im Internet nutzen. Am wichtigsten ist es aber, dass die Kinder über die Gefahren im Internet Bescheid wissen und die durch Eltern vereinbarte Regeln einhalten.

20. Selbständigkeit fördern

Mit zunehmendem Alter wollen Jugendliche auch einmal allein surfen. Erwachsene sollten dennoch in der Nähe und in Gesprächskontakt mit ihren Kindern bleiben.

 

Weiterführende Ratgeber:

 

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