Wann ist ein Anbieterwechsel möglich?

Die Gründe für einen Anbieterwechsel können vielfältig sein:

  • Zu hohe Gebühren
  • Schlechter Service
  • Probleme mit dem Internet

In der Regel verläuft ein Anbieterwechsel problemlos. Der neue Anbieter wird kontaktiert und regelt danach alles Weitere. Eine Kündigung durch den Kunden erfolgt in den meisten Fällen nicht. Doch viele Verbraucher sind verunsichert, weil sie gar nicht genau wissen, wann die den Anbieter wechseln können.

Wann darf gewechselt werden?

Wann Anbieter wechseln

Im Prinzip darf jeder wechseln, allerdings gibt es ein paar Dinge, auf die geachtet werden sollte. Dazu gehört in erster Linie der Vertragsabschluss. Denn hier wird festgelegt, wann und zu welchen Fristen der Anbieter gewechselt werden darf. Oft legt sich der Kunde gerade am Anfang zeitlich für einen Anbieter fest, danach gibt es eine festgelegte Kündigungsfrist. Doch das wird alles individuell besprochen und ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Wichtig bei einer Vertragsverhandlung ist:

  • Kurze Kündigungsfristen
  • Kurze Laufzeiten
  • Auf Ausnahmen achten

Wer bei dem Vertrag schon auf diese Dinge achtet, hat später keine Probleme den Vertrag zu wechseln.

Wie lange ist die Vertragslaufzeit?

Das ist von Vertrag zu Vertrag verschieden. Allerdings muss der Kunde sich an diese Laufzeiten halten. Das bedeutet, dass es in der Regel eine Kündigungsfrist gibt, die ebenfalls eingehalten werden muss. Der Kunde wendet sich also an den neuen Anbieter und dieser kündigt den Vertrag. Wann genau der Anbieterwechsel erfolgt, hängt danach von der Laufzeit und der Kündigungsfrist ab. Wer diese Daten nicht im Kopf hat, kann sie im Vertrag nachlesen oder sonst noch einmal beim Anbieter nachfragen.

Gibt es Ausnahmen?

Ja, die gibt es. Es gibt das Sonderkündigungsrecht, das vor allem bei Umzügen angewandt wird. Auch wenn die Leistung des Anbieters nicht vollbracht wird, gilt das Sonderkündigungsrecht. Das Sonderkündigungsrecht gilt bei

  • Umzügen (Ausland und Inland)
  • Preiserhöhungen
  • Leistungsausfall

Bei einem Umzug ins Ausland wird der Vertrag im Normalfall sofort aufgelöst, da der Anbieter seinen Service nicht mehr im Ausland anbieten kann. Bei Umzügen innerhalb von Deutschland sieht es etwas anders aus. Hier kommt es darauf an, wohin der Umzug geht. Ist der bisherige Anbieter auch am neuen Wohnort mit der bisherigen Dienstleistung verfügbar, wechselt sich nur der Standort. Da aber nicht alle Anbieter deutschlandweit ihre Leistungen anbieten, gibt es eine hohe Chance, dass er nicht mehr verfügbar ist. In diesem Fall zieht auch das Sonderkündigungsrecht. Das Sonderkündigungsrecht wird im Gegensatz zur normalen Kündigung vom Kunden selber ausgeführt.

Und auf was muss noch geachtet werden?

Anbieter wechseln was beachten

Viele Verbraucher machen sich Sorgen, dass sie im schlimmsten Fall eine Zeit lang ohne Internetleitung verbringen müssen. Viele sind auch beruflich auf Internet angewiesen und ohne Netz kann hier viel Geld verloren gehen. Gerade für Selbstständige ist das ein großes Problem. Deshalb gilt immer: alles so früh wie möglich kommunizieren, damit ein nahtloser Übergang geregelt ist. In Deutschland ist es zwar so, dass Verbraucher das Recht auf eine nahtlose Internetversorgung haben, in der Praxis klappt das aber nicht immer gut. Vor allem dann nicht, wenn der bisherige Anbieter nach einem Umzug nicht mehr verfügbar ist. Ist er es, allerdings nur mit anderen Leistungen, ist er verpflichtet, eine Internetleitung zur Verfügung zu stellen.

Aber wie immer liegt es vor allem am Kunden selber, ob alles gut klappt. Deswegen sollte jeder immer hinter den Leistungen hinterher sein. Es gilt, lieber einmal zu viel beim Anbieter nachfragen, als zu wenig. Denn alle Ansprüche gelten nur dann, wenn der Kunde sie auch in Anspruch nimmt. Wer schweigt, hat kein Recht auf Leistungen.

 

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