Das schnellste Internet der Welt – bald schon Realität?

Ein schnelles Internet – wer möchte es nicht gerne? Ein Film ohne Buffering und lästiges Warten wäre mal eine richtige Erholung oder Webseiten, die sich in Sekundenbruchteilen öffnen – ein Traum. Doch die Realität sieht meist ein wenig anders aus. Immer mehr Menschen nutzen das Internet und Überbelastungen des Netzes sind längst keine Seltenheit mehr. Ganz zu schweigen von ländlichen Gebieten, die von einem Internetanschluss überhaupt nur träumen können.

Der Test, der Hoffnung schafft

schnellste Internet der Welt

Verärgerte Internetnutzer gibt es auch in England und laut der britischen Rundfunkanstalt BBC wünschen sich immer mehr Personen ein schnelleres Internet. In London fand nun ein Test statt, der zumindest einen Funken Hoffnung in sich trägt. Die Telekommunikationsunternehmen Alcatel-Lucent und BT testeten eine neue Breitbandverbindung. Heraus kam ein Datentransfer von 1,4 Terabit in einer Sekunde. Das ist eine gigantische Geschwindigkeit, die mit folgendem Beispiel vergleichbar wäre. Ein Nutzer lädt sich 44 Filme in einer Sekunde herunter und das in bester HD-Qualität und unkomprimiert. In Labors wurden zuvor schon höhere Geschwindigkeiten erreicht, aber noch nie unter realen Bedingungen. Dieser Test war real und er stellte eine Verbindung von London nach Ipswich dar. In nächster Zeit wird uns dieses schnelle Internet noch nicht zugutekommen, allerdings ist dies bestimmt die nahe Zukunft.

Diese schnelle Datenverbindung ist mit einer Autobahn vergleichbar und wurde mit innovativem Glasfaserkabel entwickelt. Diese Technologie lässt sich mit einer stark befahrenen und engen Autobahn vergleichen, die trotzdem für einen flüssigen Traffic sorgt. Die neue Erfindung von Alcatel-Lucent und BT ist flexibel und fährt mit zwei Spuren. Das schnelle Internet für Filme usw. nutzt die Überholspur und wer nur Texte liest, bewegt sich auf der Schneckenspur ganz rechts.

Das schnellste Internet der Welt gibt es derzeit in Schweden

Kein Provider der Welt kann diesen Anschluss anbieten – doch eine ältere Dame aus Schweden hat ihn. Wir reden vom schnellsten Internetanschluss der Welt, der mit satten 40 Gigabite pro Sekunde durch die Leitung jagt. Doch diese Turboleitung interessiert die 75-jährige Schwedin überhaupt nicht und noch weniger das Internet. Welche Verschwendung – mancher Nutzer wäre begeistert von einer Download-Geschwindigkeit von weniger als zwei Sekunden für eine komplette Film-DVD. Allerdings stellen die derzeitigen Festplatten noch ein Hindernis dar. Sie können nämlich nicht so schnell schreiben, wie die Daten ankommen. Mit diesen 40 Gigabit wäre die größte derzeit mögliche Festplatte innerhalb von Sekunden voll.

Glasfaser ist die Zukunft

Glasfaser ist die Zukunft

Mittlerweile hat die 75-jährige Schwedin einen Computer mit dem Anschluss an diese High-Speed-Leitung. Sie macht sich immer noch nichts aus dem Internet, aber ihr Sohn schon. Als Internet-Techniker ist Peter Löthberg bei dem amerikanischen Unternehmen Cisco beschäftigt und diese Turboleitung war ein Test. Die Datenübermittlung wurde mittels eines Glasfaserkabels gewährleistet. Das neue Modulationsverfahren überträgt die Daten zwischen zwei Routern über tausende Kilometer und zwar ohne Zwischenstationen. Peter Löthberg hat mit dem lokalen Netzanbieter Karlstad Stadsnät diesen Test erfolgreich absolviert und gezeigt, dass die Fähigkeiten der Glasfaser den derzeitigen Kupferkabeln und sogar einer Funkübertragung haushoch überlegen sind.

10 Gigabit für 400 Dollar

Während man in Schweden auf ein kostengünstiges Internet setzt, wird in Amerika fleißig abgezockt. Finanziell und technisch auf der Überholspur befindet sich ein lokaler Anbieter in Minneapolis. Die 10 Gigabit Leistung pro Sekunde kostet hier satte 399 Dollar im Monat. Das ist zwar ein hoher Preis, dafür ist der Nutzer aber auch 300 Mal schneller als ein Nutzer in Deutschland. Wer ein wenig auf das Geld schauen muss, kann bei diesem Anbieter aber auch einen Anschluss bestellen, der nur 65 Dollar im Monat kostet. Dafür ist er mit 1 Gigabit pro Sekunde im Netz unterwegs. Trennen Amerika und Deutschland Welten im Internet? – zumindest derzeit ist es so.

 

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